Entrümpelung vorbereiten: die komplette Checkliste
Gut vorbereitet läuft eine Entrümpelung schneller, günstiger und ohne böse Überraschungen. Hier steht, was Sie selbst tun können – und was Sie getrost uns überlassen.
Eine Entrümpelung ist kein Hexenwerk – aber ein paar Handgriffe vorab machen einen echten Unterschied. Gleichzeitig gilt: Sie müssen gar nichts vorbereiten, wenn Sie nicht können oder wollen. Wir räumen auch die Wohnung, in der seit zwanzig Jahren niemand mehr den Keller betreten hat. Diese Checkliste zeigt beide Wege.

Vor der Entrümpelung
- Wertsachen und Persönliches sichern: Dokumente, Fotos, Schmuck, Bargeld, Sammlungen – alles, was bleiben soll, herausnehmen oder deutlich markieren.
- Rundgang mit Fotos machen: Alle Räume, Keller, Dachboden, Garage fotografieren. Damit bekommen Sie ein präzises Festpreis-Angebot – oft ganz ohne Vor-Ort-Termin.
- Sagen Sie es uns bei der Besichtigung.
- Sondermüll zeigen: Farben, Chemikalien, Öle, Gasflaschen bitte nicht verstecken – wir entsorgen sie fachgerecht, müssen es aber wissen.
- Zugänge klären: Schlüssel, Aufzug, Parkmöglichkeit vor dem Haus. Bei engen Straßen ggf. Halteverbotszone – das organisieren wir auf Wunsch.
- Nachbarn oder Hausverwaltung informieren (wenn gewünscht), damit der Abtransport niemanden überrascht.
- Termin und Umfang schriftlich festhalten: Bei uns automatisch – Sie erhalten einen schriftlichen Festpreis mit allen Leistungen.
So sparen Sie zusätzlich
Kleinkram vorher selbst zum Wertstoffhof fahren spart bares Geld – das sagen wir jedem Kunden, auch wenn es unser Auftragsvolumen schmälert. Kleidung zur Kleiderspende, Brauchbares verschenken oder online verkaufen: Alles, was die Wohnung vorher verlässt, müssen wir nicht berechnen. Nur: Übernehmen Sie sich nicht. Schwere Möbel und alles, was Treppe oder Rücken gefährdet, sind unser Job. Ein verstauchter Knöchel spart am Ende gar nichts.
Während der Entrümpelung
- Erreichbar sein: Sie müssen nicht vor Ort bleiben, aber telefonisch erreichbar sein – falls wir etwas finden, das nach Wertsache oder Erinnerung aussieht.
- Kurze Einweisung am Anfang: Fünf Minuten gemeinsamer Rundgang: Was bleibt, was geht, wo sind heikle Stellen?
- Fundstücke-Kiste beachten: Alles Persönliche, das wir beim Räumen finden, sammeln wir für Sie – schauen Sie am Ende einmal durch.
- Nicht parallel selbst räumen: Das klingt hilfsbereit, bremst aber die Abläufe. Lehnen Sie sich zurück – dafür haben Sie uns beauftragt.
Nach der Entrümpelung
- Gemeinsame Abnahme: Rundgang durch alle Räume – ist alles raus, ist alles besenrein?
- Entsorgungsnachweis abheften (auf Wunsch) – wichtig für Vermieter, Erbengemeinschaften oder das eigene Gewissen.
- Rechnung aufbewahren: Arbeitskosten sind oft als haushaltsnahe Dienstleistung (§ 35a EStG) absetzbar – unbar zahlen!
- Folgetermine planen: Soll noch tapeziert und gestrichen oder ein Teilabriss erledigt werden? Am günstigsten in einem Zug mit der Räumung.
- Übergabe koordinieren: Schlüsselübergabe an Vermieter, Käufer oder Makler – auf Wunsch übernehmen wir das direkt.
Was Sie besser uns überlassen
Es gibt Aufgaben, bei denen Selbermachen mehr kostet, als es spart:
- Schwere Möbel und Geräte: Eine Waschmaschine im Treppenhaus hat schon manchen Umzugshelfer ins Krankenhaus gebracht – und eine zerkratzte Treppenhauswand kostet mehr als unser kompletter Tragedienst.
- Sondermüll: Farben, Chemikalien und Elektrogeräte gehören in zugelassene Entsorgungswege – wir haben die Routine und die passenden Fahrzeuge und Entsorgungswege.
- Demontagen: Einbauküchen, fest verschraubte Regale, Lampen an Altbau-Decken – schnell gemacht, wenn man das Werkzeug und die Erfahrung hat.
- Der große Rest: Alles, was mehr als einen Kofferraum füllt. Was Sie mit dem Kombi in zehn Wochenend-Fahrten wegbringen, schafft unser 7,49-Tonner an einem Vormittag – bei ganz großen Mengen mit Container über unseren Entsorgungspartner.
Der Zeitplan: was wann zu tun ist
| Zeitpunkt | Aufgabe |
|---|---|
| 4 Wochen vorher | Umfang klären, Fotos machen, Angebote einholen, Termin festlegen |
| 3 Wochen vorher | Festpreis schriftlich bestätigen, ggf. Halteverbotszone beantragen |
| 2 Wochen vorher | Persönliches und Wertsachen aussortieren, Verträge kündigen |
| 1 Woche vorher | Nachbarn und Hausverwaltung informieren, Zufahrt und Parkplatz klären |
| Vortag | Wege frei räumen, Schlüssel bereitlegen, Strom und Wasser prüfen |
| Am Tag | Kurze Begehung mit dem Team, dann können Sie gehen |
| Danach | Abnahme, Fotos, Rechnung, Übergabe an Vermieter oder Makler |
Was Sie fotografieren sollten
Gute Fotos ersparen die Besichtigung und machen das Angebot belastbar. Was wir brauchen:
- Jeden Raum einmal komplett – aus der Türecke, damit man den ganzen Raum sieht. Zehn Bilder von einer Kommode helfen nicht.
- Keller, Dachboden, Garage, Schuppen. Das sind die Bereiche, die in Angeboten am häufigsten fehlen und hinterher zu Nachforderungen führen.
- Schränke offen. Ein geschlossener Kleiderschrank sagt nichts darüber, ob er voll ist.
- Den Zugang: Hauseingang, Treppenhaus, Etage, Aufzug. Das entscheidet über die Arbeitszeit stärker als die Menge.
- Die Straße vor dem Haus. Daran sehen wir, ob ein Lkw halten kann oder ob eine Halteverbotszone nötig wird.
- Alles Auffällige: Öltank, Farbeimer, alte Dachplatten, Nachtspeicheröfen. Lieber vorher klären als am Räumtag entdecken.
Was Sie vorher aussortieren sollten
Es gibt Dinge, die kein Entrümpler für Sie entscheiden kann:
- Dokumente aller Art – auch was wie Altpapier aussieht. Policen, Sparbücher, Rentenbescheide.
- Fotos, Briefe, Tagebücher. Einmal weg, für immer weg.
- Schmuck, Münzen, Uhren, Kunst, Sammlungen. Vorher heraus und separat schätzen lassen.
- Schlüssel und Zugangsdaten – Bankschließfach, Nebengebäude, Onlinekonten.
- Medikamente – zurück in die Apotheke, nicht in den Restmüll.
- Waffen und Munition. Kommt auf alten Dachböden vor. Das ist ein Fall für die Polizei, nicht für den Container.
Wie Sie ein Angebot prüfen
Vier Fragen, mit denen Sie jedes Angebot einordnen können – auch unseres:
- Steht ein Festpreis drin oder ein Stundensatz? Beim Stundensatz kennen Sie den Endbetrag erst hinterher. Wenn Stundenlohn, dann mit Obergrenze.
- Ist die Entsorgung enthalten? Das ist der größte Posten. „Zuzüglich Entsorgungskosten" kann den Preis verdoppeln.
- Passt der Preis zur Menge? Entsorgung kostet einen Betrieb 38 bis 58 € je Kubikmeter. Eine Drei-Zimmer-Wohnung hat 20 bis 25 m³. Wenn das gesamte Angebot unter den reinen Entsorgungskosten liegt, stimmt etwas nicht.
- Gibt es einen Entsorgungsnachweis? Abfallerzeuger sind rechtlich Sie. Wenn Ihr Hausrat im Wald landet, ist das auch Ihr Problem.
Am Räumtag: was gut läuft und was nicht
Hilfreich: Eine kurze Begehung zu Beginn, bei der Sie sagen, was bleibt und was mit muss. Ein Ansprechpartner unter einer Telefonnummer, falls Fragen aufkommen. Freie Zufahrt und ein reservierter Stellplatz.
Nicht hilfreich: Den ganzen Tag daneben stehen und jedes Stück einzeln freigeben – das verdreifacht die Zeit. Mitten in der Räumung neue Bereiche dazunehmen. Und der Klassiker: „Das kann ja noch jemand gebrauchen." Kann es meistens nicht, und der Versuch kostet mehr, als die Sache wert ist.
Häufige Fragen
Muss ich vor der Entrümpelung selbst aufräumen?
Nein. Wir räumen Wohnungen in jedem Zustand. Wer Zeit hat, kann durch Vorsortieren das Volumen und damit den Preis senken. Pflicht ist nur: Wertsachen und Persönliches vorher herausnehmen oder uns benennen.
Wie lange dauert eine Entrümpelung?
Ein Kellerraum: oft wenige Stunden. Eine Wohnung: ein halber bis zwei Tage. Ein volles Haus mit Keller und Dachboden: zwei bis vier Tage. Den geplanten Zeitrahmen nennen wir im Angebot.
Zählen Dachboden, Garage und Scheune mit dazu?
Ja, und sie werden beim Planen gern vergessen. Nehmen Sie diese Räume von Anfang an mit in die Liste auf – wie wir dort arbeiten, steht auf der Seite Dachboden, Garage & Scheune entrümpeln.
Was darf nicht in den normalen Abtransport?
Sondermüll wie Farben, Lacke, Chemikalien, Öle, Batterien, Gasflaschen und Asbestprodukte muss getrennt entsorgt werden. Das übernehmen wir – zeigen oder nennen Sie uns solche Stoffe einfach vorher.
Muss ich am Entrümpelungstag anwesend sein?
Nicht zwingend. Viele Kunden übergeben uns den Schlüssel und übernehmen die Wohnung besenrein zurück. Für Rückfragen sollten Sie telefonisch erreichbar sein.
Wie erkenne ich ein unseriöses Angebot?
Vier Prüfpunkte: Steht ein Festpreis drin oder nur ein Stundensatz? Ist die Entsorgung enthalten oder kommt sie „zuzüglich"? Passt der Preis zur Menge – Entsorgung allein kostet 38 bis 58 € je Kubikmeter? Und gibt es einen Entsorgungsnachweis?
Welche Fotos brauchen Sie für ein Angebot?
Jeden Raum einmal komplett aus der Türecke, dazu Keller, Dachboden, Garage und Schuppen, Schränke offen, den Zugang mit Treppenhaus und Etage – und die Straße vor dem Haus, damit wir die Parksituation sehen.
Muss ich am Räumtag dabei sein?
Nur zu Beginn für eine kurze Begehung, bei der Sie sagen, was bleibt. Danach können Sie gehen. Den ganzen Tag danebenzustehen und jedes Stück einzeln freizugeben verdreifacht die Zeit und damit unter Umständen den Preis.
Was gehört keinesfalls in den Container?
Dokumente aller Art, Fotos und Briefe, Schmuck und Sammlungen, Schlüssel und Zugangsdaten, Medikamente – und Waffen oder Munition, die auf alten Dachböden tatsächlich vorkommen. Das ist ein Fall für die Polizei.
Direkt loslegen?
Fotos schicken, Festpreis erhalten – der Rest ist unser Job:
WhatsApp mit Fotos Anfrage-Konfigurator✓ Kostenloser Vor-Ort-Termin, schriftlicher Festpreis.