Entrümpelung selbst machen oder Firma beauftragen? Ehrlicher Vergleich
Mit Rechenbeispiel, klaren Kriterien für beide Wege und der Variante, die wir am häufigsten empfehlen – auch wenn sie uns weniger Umsatz bringt.
Die ehrliche Antwort zuerst: Es gibt Entrümpelungen, für die Sie keine Firma brauchen. Einen Keller mit Kleinkram schafft man an einem Samstag mit dem Kombi. Und es gibt Entrümpelungen, bei denen Selbermachen am Ende teurer, langsamer und anstrengender ist, als die meisten vorher glauben. Der Unterschied liegt nicht im Ehrgeiz, sondern in Volumen, Etage, Zeit und Rücken. Dieser Vergleich rechnet beides durch, damit Sie entscheiden können, bevor der Transporter gemietet ist.

Was Selbermachen wirklich kostet
Wer selbst räumt, rechnet meist nur den Transporter. Dabei kommen fünf Posten zusammen:
- Transporter: Ein 3,5-Tonner kostet als Richtwert 80 bis 130 € pro Tag, dazu Kilometer, Sprit und Kaution. Für eine normale 3-Zimmer-Wohnung sind es mehrere Fahrten.
- Wertstoffhof-Gebühren: Sperrmüll, Altholz und Restabfall werden nach Menge oder Gewicht berechnet. Für eine Wohnungsauflösung kommen schnell 175 bis 460 € zusammen, je nach Kommune und Abfallart.
- Helfer: Freunde arbeiten für Pizza und Getränke, aber nur einmal. Beim zweiten Wochenende wird es dünn. Und wer Geld für Helfer zahlt, rechnet mit 15 bis 20 € pro Stunde.
- Zeit: Ein freier Tag ist nicht kostenlos. Zwei Wochenenden plus Urlaubstage sind für Berufstätige der größte Posten, auch wenn er auf keiner Rechnung steht.
- Rückenrisiko: Eine Waschmaschine aus dem 3. Stock ohne Aufzug ist kein Hobby. Ein Bandscheibenvorfall kostet mehr als jede Räumung.
Rechenbeispiel: 3-Zimmer-Wohnung, 2. Stock, ohne Aufzug
Etwa 25 Kubikmeter Hausrat, normal gefüllt. Alle Zahlen sind Richtwerte, damit der Mechanismus sichtbar wird:
| Posten | Selbst machen | Firma (Festpreis) |
|---|---|---|
| Transporter, 2 Tage inkl. km/Sprit | ca. 280 € | inklusive |
| Wertstoffhof / Entsorgung | ca. 300 € | inklusive |
| Helfer (2 Personen, 2 Tage) | 0 – 500 € | inklusive |
| Eigene Zeit | 2 Wochenenden + 1–2 Urlaubstage | Besichtigung + Schlüsselübergabe |
| Besenreine Übergabe | selbst | inklusive |
| Dauer | 2 – 3 Wochen nebenbei | 1 – 2 Tage |
| Geld gesamt* | ca. 580 – 1.080 € | ca. 2.350 – 3.600 € |
* Unverbindliche Richtwerte, Stand 2026. Der Festpreis wird nach Fotos oder Besichtigung individuell kalkuliert; von den Firmenkosten können zudem Arbeitskosten nach § 35a EStG absetzbar sein.
Auf dem Papier gewinnt das Selbermachen um einige hundert Euro. Dafür stecken zwei Wochenenden und zwei Urlaubstage drin, die Wohnung ist drei Wochen blockiert, und der Punkt „besenrein“ steht am Ende noch offen. Wer das gegen die Differenz hält und sagt „lohnt sich“, hat recht. Wer sagt „dafür nicht“, hat auch recht. Beides ist eine legitime Entscheidung, und genau deshalb schreiben wir das hier auf.
Wann Selbermachen sinnvoll ist
- Ein Zimmer oder ein kleiner Keller mit Kleinkram, Kartons, Regalinhalt. Kombi oder Anhänger reichen, ein Nachmittag am Wertstoffhof erledigt es.
- Erdgeschoss oder Aufzug, Parkplatz vor der Tür.
- Keine Frist im Nacken, die Wohnung darf ruhig noch ein paar Wochen so stehen.
- Helfer sind verfügbar und körperlich fit, Sie selbst auch.
- Wenig Sperriges: keine Schrankwand, keine Einbauküche, kein Klavier.
Wann Sie besser eine Firma rufen
- Drei oder mehr Zimmer, voller Dachboden oder Keller dazu. Das Volumen sprengt jeden Transporter-Tag.
- Etage ohne Aufzug. Jede Schrankseite, jede Matratze geht zu Fuß die Treppe runter. Das ist körperlich der Punkt, an dem es gefährlich wird.
- Frist: Wohnungsübergabe, Kündigungstermin, Verkauf. Wenn ein Datum steht, ist ein Team mit LKW die einzige planbare Lösung.
- Messie-Wohnung oder stark verschmutzte Räume. Das ist keine Frage von Fleiß, sondern von Ausrüstung, Entsorgungswegen und Diskretion.
- Erbfall: Angehörige wohnen weit weg, die Kündigungsfrist läuft, und jede Kiste ist eine Erinnerung. Der emotionale Aufwand wird regelmäßig unterschätzt.
- Sondermüll: Farben, Lacke, Chemikalien, Altöl aus dem Keller brauchen getrennte Entsorgungswege.
Die Mischform: selbst vorsortieren, Firma räumt
Das ist die Variante, die wir am häufigsten empfehlen, obwohl wir dadurch weniger berechnen. Sie nehmen vorab heraus, was nur Sie entscheiden können und was leicht zu tragen ist: Dokumente, Fotos, Wertsachen, Kleidung, Bücher, Kleinkram. Was davon in den Restmüll oder zum Wertstoffhof kann, fahren Sie mit dem Kombi. Wir kommen danach für das, was wirklich Arbeit macht: Schränke, Betten, Küche, Keller, Dachboden, Abtransport und besenreine Übergabe. Der Festpreis richtet sich nach dem, was dann noch drinsteht, also sinkt er mit jedem Kubikmeter, den Sie vorher rausschaffen. Wie Sie das sinnvoll angehen, steht Schritt für Schritt in unserer Entrümpelungs-Checkliste.
Und wenn es am Ende nur um eine Couch, eine Matratze und ein paar Kartons geht, brauchen Sie weder Transporter noch Haushaltsauflösung. Dafür haben wir den Sperrmüll-Express mit kleiner Pauschale, oder Sie nutzen die Sperrmüllabfuhr Ihrer Gemeinde, wenn die Frist passt.
Was das für Ihre Entscheidung heißt
Selbermachen lohnt sich bei kleinen Mengen, ebenerdig, ohne Termindruck. Eine Firma lohnt sich, sobald Volumen, Etage oder Frist ins Spiel kommen, und fast immer im Erbfall. Dazwischen liegt die Mischform, die Geld spart und trotzdem an einem Tag fertig ist. Was unsere Entrümpelung konkret umfasst, steht auf der Leistungsseite. Den Festpreis dafür bekommen Sie nach ein paar Fotos, kostenlos und ohne Verpflichtung, über die Anfrage.
Die versteckten Kosten beim Selbermachen
Beim Vergleich wird meist nur die Anhängermiete gerechnet. Vollständig sieht die Liste anders aus:
| Posten | Typisch | Anmerkung |
|---|---|---|
| Transporter oder Anhänger | 80–130 € je Tag | plus Kaution, plus Versicherung |
| Kilometer und Sprit | 0,30–0,50 € je km | bei mehreren Fahrten schnell dreistellig |
| Entsorgung als Privatperson | oft kostenlos | am Recyclinghof des eigenen Kreises, Mengenbegrenzung beachten |
| Verpackung, Handschuhe, Gurte | 30–60 € | wird regelmäßig vergessen |
| Helfer verpflegen | 20–50 € je Tag | Pizza und Getränke sind Teil des Deals |
| Urlaubstage | 2–4 Tage | der größte Posten, wird nie mitgerechnet |
| Risiko | schwer bezifferbar | Rücken, Treppenhausschäden, Kaution |
Der ehrliche Vergleich lautet also nicht „150 € gegen 2.800 €", sondern eher „600 bis 900 € plus drei Urlaubstage plus Risiko gegen 2.800 € und nichts zu tun".
Die kommunale Abholung: der übersehene Mittelweg
Zwischen Selbermachen und Firma liegt eine Option, die viele nicht auf dem Schirm haben. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde holt die AWR Sperrmüll auf Anmeldung für rund 60 € je Haushalt ab – unabhängig von der Menge, meist innerhalb von vier Wochen. Vergleichbare Angebote gibt es in den anderen Kreisen.
Voraussetzung: Sie stellen alles selbst an die Straße. Das ist der Haken – genau das Tragen ist die eigentliche Arbeit. Wenn die Wohnung im dritten Stock liegt, ist die Abholung kein Vorteil mehr.
Nicht mitgenommen werden dabei üblicherweise: Bauschutt, Altreifen, Farben und Chemikalien, teils auch Elektrogeräte, die eine eigene Sammlung haben. Und die Mengenbegrenzung sollten Sie vorher klären.
Wann welcher Weg passt
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Kellerabteil, ebenerdig, kein Zeitdruck | selbst machen |
| Ein paar Möbel, die schon unten stehen | kommunale Abholung |
| Ein Zimmer, zweiter Stock, Wochenende Zeit | selbst mit Helfern, oder Mischform |
| Ganze Wohnung, Frist unter vier Wochen | Firma |
| Erbfall, Sie wohnen weit weg | Firma |
| Haus mit Keller und Dachboden | Firma |
| Übergabe an Vermieter mit Renovierung | Firma, alles aus einer Hand |
| Rücken, Alter oder Gesundheit sprechen dagegen | Firma – ernsthaft |
Wenn Sie selbst räumen: worauf zu achten ist
- Treppenhaus abdecken. Schäden an Wänden und Geländer zahlen Sie, und sie fallen bei der Übergabe auf.
- Nicht allein heben. Die häufigsten Verletzungen entstehen beim Absetzen, nicht beim Anheben.
- Getrennt fahren. Metall und Elektro extra – das ist am Hof kostenlos, gemischt wird es teuer oder gar nicht angenommen.
- Öffnungszeiten prüfen. Viele Höfe schließen samstags mittags, und mit einem vollen Anhänger vor verschlossenem Tor zu stehen, ist ein schlechter Samstag.
- Mengenbegrenzung beachten. Viele Höfe nehmen von Privatpersonen nur haushaltsübliche Mengen an, nicht drei Anhänger am Stück.
- Anhänger richtig sichern. Ungesicherte Ladung ist ein Bußgeld und im Schadensfall ein Versicherungsproblem.
Häufige Fragen
Ist Selbermachen immer günstiger?
Nein. Bei kleinen Mengen ja, bei einer kompletten Wohnung oft nicht mehr, sobald Transporter, Wertstoffhof-Gebühren, mehrere Fahrten und freie Tage zusammenkommen. Ab etwa 15 bis 20 Kubikmetern liegen beide Wege häufig dicht beieinander, nur dass die Firma an einem Tag fertig ist.
Was kostet ein Transporter zum Entrümpeln?
Als Richtwert etwa 80 bis 130 € pro Tag für einen 3,5-Tonner, plus Kilometer, Sprit und Kaution. Für eine 3-Zimmer-Wohnung sind meist mehrere Fahrten nötig, oft über zwei Tage.
Kann ich vorsortieren und ihr räumt den Rest?
Ja, das ist die Mischform, die wir vielen empfehlen. Sie nehmen Persönliches, Wertsachen und Kleinkram heraus, wir räumen die sperrigen Möbel und das große Volumen. Der Festpreis richtet sich nach dem, was noch drinsteht.
Ich habe nur ein paar Sperrmüllteile – lohnt sich eine Firma überhaupt?
Für eine Couch, eine Matratze und drei Kartons brauchen Sie keine Haushaltsauflösung. Dafür gibt es unseren Sperrmüll-Express mit kleiner Pauschale, oder die Sperrmüllabfuhr der Gemeinde, wenn die Frist passt.
Was ist, wenn ich im Erbfall unter Zeitdruck stehe?
Dann spricht fast alles für die Firma. Kündigungsfristen laufen, Angehörige wohnen oft weit weg, und der emotionale Aufwand beim Ausräumen wird unterschätzt. Wir übernehmen das komplett und halten den Übergabetermin.
Was kostet Selbermachen wirklich?
Nicht nur die Anhängermiete. Realistisch: 80–130 € Miete je Tag, Sprit und Kilometer, 30–60 € Material, Verpflegung der Helfer – und zwei bis vier Urlaubstage, die nie mitgerechnet werden. Zusammen eher 600 bis 900 € plus Ihre Zeit plus Risiko.
Was ist mit der Sperrmüllabholung der Gemeinde?
Ein guter Mittelweg für kleine Mengen: Im Kreis Rendsburg-Eckernförde rund 60 € je Haushalt, meist binnen vier Wochen, unabhängig von der Menge. Der Haken: Sie müssen alles selbst an die Straße stellen. Genau das Tragen ist aber die eigentliche Arbeit.
Ab wann lohnt sich eine Firma eindeutig?
Ganze Wohnung mit Frist unter vier Wochen, Erbfall aus der Ferne, Haus mit Keller und Dachboden, Übergabe mit Renovierung – und immer dann, wenn Rücken, Alter oder Gesundheit dagegensprechen. Das ist keine Floskel: Die meisten Verletzungen bei Selbsträumungen passieren beim Absetzen schwerer Möbel.
Kann ich mit dem Anhänger einfach zum Recyclinghof?
Als Privatperson im eigenen Kreis meist ja, oft sogar kostenlos – aber achten Sie auf Mengenbegrenzungen und Öffnungszeiten. Viele Höfe nehmen nur haushaltsübliche Mengen und schließen samstags mittags. Und fahren Sie getrennt: Metall und Elektro extra ist kostenlos, gemischt wird teuer.
Festpreis in 24 h
Fotos schicken, Festpreis erhalten – auch für die Mischform nach dem Vorsortieren:
WhatsApp mit Fotos Anfrage-Konfigurator✓ Festpreis schriftlich: Was im Angebot steht, gilt.