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Was kostet eine Haushaltsauflösung? (2026)

Richtpreise, Preisfaktoren und ehrliche Spartipps – damit Sie wissen, womit Sie rechnen müssen, bevor Sie ein Angebot einholen.

Echt regionaler Anbieter: für Eckernförde, Schleswig & Umgebung · Sitz Fahrdorf · eigenes Team · eigener 7,49-t-LKW + Crafter · kein Callcenter, kein Franchise · Wer wir sind →

Die kurze Antwort vorweg: Eine Haushaltsauflösung kostet in den meisten Fällen zwischen 1.350 € für eine kleine 1-Zimmer-Wohnung und 8.100 € oder mehr für ein komplettes Haus. Die lange Antwort: Es kommt darauf an. Aber nicht auf Geheimwissen, sondern auf ein paar gut messbare Faktoren – und wer die kennt, sieht einem fremden Angebot in zwei Minuten an, ob es fair kalkuliert ist.

Kosten Haushaltsauflösung: Kartons werden durchs Treppenhaus getragen
Etage und Aufzug sind echte Kostenfaktoren.

Richtpreise nach Wohnungsgröße

Die folgenden Spannen sind unverbindliche Richtwerte aus unserer Praxis in Schleswig-Holstein. Sie gelten für normal gefüllte Wohnungen mit durchschnittlicher Zugänglichkeit – Ihr konkreter Preis kann darüber oder darunter liegen:

ObjektRichtpreis-Spanne*Typische Dauer
1-Zimmer-Wohnung (bis ca. 40 m²)1.350 – 1.850 €½ – 1 Tag
2-Zimmer-Wohnung (ca. 40–65 m²)1.650 – 2.350 €1 Tag
3-Zimmer-Wohnung (ca. 65–90 m²)2.950 – 4.200 €1 – 2 Tage
Einfamilienhaus (mit Keller/Dachboden)4.950 – 8.100+ €2 – 4 Tage

* Unverbindliche Richtwerte, Stand 2026. Der tatsächliche Preis wird individuell kalkuliert und als schriftlicher Festpreis bestätigt.

Diese 6 Faktoren bestimmen den Preis

1. Die Füllmenge – wichtiger als die Quadratmeter

Entscheidend ist nicht die Wohnfläche, sondern das Volumen in Kubikmetern, das abtransportiert werden muss. Wir hatten schon 4-Zimmer-Wohnungen, die günstiger waren als ein einzelnes vollgestelltes Zimmer. Und was am Ende wirklich Zeit kostet, sind volle Dachböden und Keller – nicht die Möbel im Wohnzimmer. Als Faustregel: Ein Kubikmeter Hausrat kostet in Entsorgung und Handhabung zwischen 30 und 60 €.

2. Zugänglichkeit und Etage

Ein Erdgeschoss mit Parkplatz vor der Tür ist der Idealfall. Ein 4. Stock ohne Aufzug bedeutet dagegen: Jeder einzelne Karton geht zu Fuß die Treppe runter. Das macht bei einer normal gefüllten Wohnung schnell einen halben Tag mehr aus – und der steckt dann im Preis.

3. Art des Hausrats

Normaler Hausrat ist unkompliziert. Teurer wird es, sobald etwas getrennt entsorgt werden muss – der Klassiker sind alte Farbeimer und Chemikalien aus dem Kellerregal, die seit Jahrzehnten dort stehen. Auch schwere Einzelstücke schlagen zu Buche: Ein Klavier aus dem 3. Stock ist ein eigener Arbeitsschritt, kein Möbelstück nebenbei.

4. Zusatzleistungen

Sollen Einbauküche, Teppichböden oder Lampen demontiert werden? Ist ein Teilabriss von Einbauten nötig? Soll die Wohnung anschließend tapeziert und gestrichen übergeben werden? Jede Zusatzleistung hat ihren Preis – dafür sparen Sie sich die Koordination mehrerer Firmen.

5. Region und Anfahrt

Kurze Anfahrtswege halten die Kosten niedrig. Von unserem Standort in Fahrdorf bei Schleswig sind wir in ganz Schleswig-Holstein schnell vor Ort – von Flensburg bis Kiel.

6. Zeitdruck

Reguläre Termine sind günstiger als Express-Räumungen. Wenn es über unseren 24h-Notservice ganz schnell gehen muss – etwa vor einer Wohnungsübergabe –, kommt ein Aufschlag hinzu. Auch das sagen wir Ihnen vorher, nicht hinterher.

7 Spartipps für Ihre Haushaltsauflösung

  • Fotos vorab schicken: Aussagekräftige Fotos aller Räume ermöglichen ein präzises Angebot ohne Aufschläge für Unbekanntes.
  • Wertsachen und Persönliches selbst herausnehmen: Dokumente, Fotos, Schmuck – das sichern Sie am besten selbst, bevor wir kommen.
  • Selbst vorsortieren:
  • Vorsortieren, wenn Zeit ist: Kleinkram vorher selbst zum Wertstoffhof fahren spart bares Geld – auch wenn wir dadurch weniger verdienen, empfehlen wir es jedem, der die Zeit hat.
  • Flexibel beim Termin sein: Wer nicht auf ein bestimmtes Wochenende festgelegt ist, bekommt oft den besseren Preis.
  • Alles in ein Angebot packen: Räumung, Demontage und Renovierung aus einer Hand sind meist günstiger als drei einzelne Firmen.
  • Steuervorteil nutzen: Arbeitskosten können als haushaltsnahe Dienstleistung (§ 35a EStG) absetzbar sein – Rechnung aufheben, unbar zahlen. Details und eine Beispielrechnung: Entrümpelung von der Steuer absetzen.

Warum ein Festpreis so wichtig ist

Der Kostenfallen-Klassiker ist das vage Angebot: „Wir rechnen nach Aufwand ab.“ Wir haben mehr als einmal Kunden übernommen, deren erste Rechnung am Ende doppelt so hoch war wie mündlich besprochen – dagegen tun kann man dann nichts mehr. Deshalb arbeiten wir grundsätzlich mit einem schriftlichen Festpreis: Nach Besichtigung oder Foto-Kalkulation bekommen Sie eine verbindliche Summe. Was drinsteht, gilt. Verschätzen wir uns, ist das unser Problem, nicht Ihres.

Prüfen Sie jedes Angebot – auch unseres – auf vier Dinge: Steht der Preis schriftlich als Festpreis drin? Sind die Entsorgungskosten enthalten? Ist besenrein inklusive? Und gibt es ein Impressum mit erreichbarer Telefonnummer? Fehlt eines davon: Finger weg.

Wenn das Geld knapp ist: Kostenübernahme durchs Amt

Kann die betroffene Person die Räumung nicht selbst bezahlen – etwa beim Umzug ins Pflegeheim –, kommt unter Umständen eine Kostenübernahme durch das Sozialamt in Betracht. Was dabei zu beachten ist und warum der Kostenvoranschlag vor der Beauftragung zum Amt muss, erklärt unser Ratgeber Zahlt das Sozialamt die Haushaltsauflösung?

Was Sie am Ende zahlen

Eine seriös kalkulierte Haushaltsauflösung kostet je nach Größe und Aufwand zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro. Die Spannen oben geben Ihnen eine ehrliche Orientierung – den verbindlichen Preis gibt es bei uns kostenlos und unverbindlich: per Foto-Anfrage oder mit einem kostenlosen Vor-Ort-Termin.

Die Rechnung hinter dem Preis

Fast alle Preisratgeber im Netz nennen Spannen und lassen offen, wie sie zustande kommen. Hier steht die Rechnung – damit Sie jedes Angebot prüfen können, auch unseres.

Drei-Zimmer-Wohnung, 22 Kubikmeter, zwei Tage, zwei Personen:

PostenBetragHerkunft
Personal, 2 Personen × 16 Std.896 €28 € je Stunde inkl. Sozialabgaben
Entsorgung, 22 m³ sortiert770 €35 € je m³ Mischsatz nach Trennung
Fahrzeug, 2 Einsatztage195 €anteilige Fixkosten des 7,49-Tonners
Kraftstoff, 180 km54 €0,30 € je km
Selbstkosten1.915 €
+ Gemeinkosten und Gewinn616 €Büro, Versicherung, Werbung, Wagnis
+ Umsatzsteuer 19 %481 €
= Preis3.012 €

Jetzt der Vergleich: Der Marktdurchschnitt für dieselbe Wohnung liegt bei rund 1.633 €. Ziehen Sie davon die Entsorgung ab, bleiben etwa 860 € für zwei Leute, zwei Tage, Fahrzeug und Betrieb. Das reicht nicht für angemeldete Arbeitskräfte. Bei Angeboten um 1.200 € geht die Rechnung erst recht nicht auf.

Daraus folgt nicht, dass jedes günstige Angebot unseriös ist. Es kann sein, dass jemand den Privattarif der Entsorgung nutzen darf, mit Mengenverträgen arbeitet oder weniger Volumen ansetzt. Aber Sie sollten fragen, wo der Unterschied herkommt – und die Antwort sollte konkret sein.

Was den Preis nach oben und unten bewegt

FaktorWirkung
Etage ohne Aufzug+ 10 % je Etage ab dem 3. OG
Keine Halte­möglichkeit vor dem Haus+ 5–15 %, längere Tragewege
Messie-Zustand+ 25 % plus höhere Restmüllquote
Samstag / Sonntag+ 15 % / + 40 %
Termin binnen 24 Stunden+ 25 %
Entfernung über 45 km+ 15 %
Sauber vorsortiert (Metall, Papier, Elektro)− bis zu 15 %
Räumung mehrerer Einheiten am selben Tag− 10–20 % je Einheit

Festpreis, Stundenlohn oder Kubikmeterpreis?

Drei Abrechnungsarten sind üblich, und sie sind unterschiedlich riskant für Sie:

  • Festpreis – die Summe steht vor Beginn, unabhängig davon, wie lange es dauert. Das Risiko der Fehlkalkulation liegt beim Betrieb. Das ist unsere Abrechnungsart, und es ist die einzige, bei der Sie vorher wissen, was Sie zahlen.
  • Stundenlohn – wirkt günstig, weil die Zahl klein ist. Sie kennen den Endbetrag aber erst hinterher, und das Risiko liegt vollständig bei Ihnen. Wenn schon Stundenlohn, dann nur mit schriftlicher Obergrenze.
  • Kubikmeterpreis – fair wirkend, aber wer misst? Am Ende steht Aussage gegen Aussage über die tatsächliche Menge. Falls doch, lassen Sie sich die Messmethode vorher erklären.

Wenn das Geld nicht reicht

Kommt vor, und es gibt Wege:

  • Kostenübernahme durch Sozialamt oder Jobcenter bei Bedürftigkeit – Einzelheiten im Ratgeber zur Kostenübernahme. Wichtig ist die Reihenfolge: erst Antrag, dann Auftrag.
  • Steuerliche Entlastung über § 35a EStG – 20 % der Arbeitskosten, bis zu 4.000 € im Jahr. Siehe Steuerratgeber.
  • Werkstatt, Werkzeug und Altmetall bringen mehr, als die meisten denken.
  • In Etappen räumen. Erst das Nötige, den Rest später – geht, solange keine Frist drückt.
  • Selbst vorsortieren. Metall, Papier und Elektro getrennt bereitstellen senkt den Preis spürbar.
  • Mehrere Einheiten bündeln. Wenn im selben Haus mehrere Wohnungen anstehen, sprechen Sie uns darauf an.

Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet eine 3-Zimmer-Wohnung aufzulösen?

Als unverbindlicher Richtwert: meist zwischen 2.950 und 4.200 €. Der genaue Preis hängt von Füllmenge, Etage und Zugänglichkeit ab. Den verbindlichen Festpreis gibt es nach Besichtigung oder anhand von Fotos.

Kann eine Haushaltsauflösung auch kostenlos sein?

Nein. Räumen, transportieren und entsorgen kostet uns Geld – Löhne, Fahrzeuge und Entsorgungsentgelte fallen in jedem Fall an. Wer eine kostenlose Räumung verspricht, muss das an anderer Stelle wieder hereinholen. Was in Ihrem Haushalt steckt, sehen wir uns bei der Besichtigung gemeinsam an.

Was ist der Unterschied zwischen Festpreis und Stundenpreis?

Beim Festpreis steht die Summe vor Beginn schriftlich fest – egal, wie lange die Arbeit dauert. Beim Stundenpreis tragen Sie das Risiko: Dauert es länger, zahlen Sie mehr. Für Kunden ist der Festpreis fast immer die sicherere Wahl.

Kann ich die Kosten steuerlich absetzen?

In vielen Fällen können Arbeitskosten als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG geltend gemacht werden (20 % der Arbeitskosten, bis 4.000 € pro Jahr). Voraussetzung: ordentliche Rechnung und unbare Zahlung. Fragen Sie im Zweifel Ihre Steuerberatung.

Wie kommt der Preis konkret zustande?

Für eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 22 m³: Personal 896 €, Entsorgung 770 €, Fahrzeug 195 €, Kraftstoff 54 € – zusammen 1.915 € Selbstkosten. Dazu Gemeinkosten, Gewinn und Umsatzsteuer, macht rund 3.010 €. Der Marktdurchschnitt liegt bei 1.633 €; nach Abzug der Entsorgung blieben davon 860 € für zwei Leute, zwei Tage und ein Fahrzeug.

Ist ein günstiges Angebot automatisch unseriös?

Nein. Es kann sein, dass jemand den Privattarif der Entsorgung nutzen darf, Mengenverträge hat oder weniger Volumen ansetzt. Aber fragen Sie, wo der Unterschied herkommt – und die Antwort sollte konkret sein, nicht „wir sind eben günstiger".

Festpreis oder Stundenlohn – was ist besser?

Festpreis, weil die Summe vor Beginn feststeht und das Risiko der Fehlkalkulation beim Betrieb liegt. Beim Stundenlohn kennen Sie den Endbetrag erst hinterher. Wenn schon Stundenlohn, dann nur mit schriftlicher Obergrenze.

Wie kann ich den Preis senken?

Metall, Papier und Elektro getrennt bereitstellen senkt spürbar, weil das die billigen Fraktionen sind. In Etappen räumen, wenn keine Frist drückt. Und mehrere Einheiten am selben Tag bündeln – das spart 10 bis 20 % je Einheit.

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